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Zwangspause als leiser Wendepunkt

  • Writer: Malik (Künstlername)
    Malik (Künstlername)
  • Jan 18
  • 1 min read

Updated: Jan 19


Der Camper ruht, die Felge klagt,

der Plan verschiebt sich, der Weg verzagt.

Doch was uns stoppt, das bringt uns Glück –

wir rollen weiter. Schritt für Stück.


Manchmal zwingt uns die Reise zu einer Pause, oder zwei (Erkältung), nicht um uns aufzuhalten, sondern um uns zu schützen. Das Lenkrad hatte schon länger leise gezittert, ein kaum merkliches Mahnen, das lauter wurde. Der Ursprung lag zurück in Schweden: ein verborgener Stein im Schnee, hart getroffen, unscheinbar im Moment. Der Camper fuhr weiter, tapfer wie eh und je – doch bei höherem Tempo begann er zu erzählen, dass etwas nicht stimmte.

Nun steht er in der Werkstatt. Ein Zwangsstopp, ja – aber auch ein Geschenk. Die Diagnose bringt Klarheit: ein Riss in der Felge, ein verletzter Reifen, beide noch jung. Glück im Unglück, denn entdeckt wurde es rechtzeitig. Dass es Samstag ist und Ersatz rar, gehört wohl einfach zur Dramaturgie dieser Reise. Ein kleiner Hoffnungsausflug über 50 Kilometer, falsche Teile, ein weiteres Kapitel Geduld – und jetzt warten wir gemeinsam bis Montag.

2000 Kilometer liegen bereits hinter uns, 2200 warten noch. Kein schlechter Zwischenstand. Dienstag ruft schon Süddeutschland, und doch fühlt sich dieser Halt richtig an. Die Reise ist nicht aus dem Takt geraten, sie hat nur kurz den Rhythmus gewechselt. Stillstand wird zu Sicherheit, Verzögerung zu Fürsorge. Und während der Camper ruht, sammelt auch die Geschichte Kraft – bereit, bald wieder weiterzurollen, ein kleines Stück weiser, aber voller Vorfreude.

 
 
 

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