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"On the Road" - Die Dosis und der Moment

  • Writer: Malik (Künstlername)
    Malik (Künstlername)
  • 5 days ago
  • 1 min read

Updated: 4 days ago


Zeit, Tempo und andere Schlaglöcher


Die Straße sagt:

Fahr.

Der Körper sagt:

Warte.

Die Gedanken sagen:

Jetzt aber wirklich.


Und irgendwo dazwischen

steht die Wahrheit

und blinzelt.

Zu schnell

verpasst man den Moment.

Zu langsam

verpasst man den Weg.


Stillstand ist keine Pause,

wenn er Angst hat.

Bewegung ist kein Fortschritt,

wenn sie flieht.

Manchmal braucht es Ruhe,

damit etwas ankommt.

Manchmal braucht es Schritte,

damit man nicht einrostet.


Also fahre ich weiter.

Und halte an.

Und fahre weiter.

Nicht zu schnell.

Nicht zu wichtig.

Genau richtig

für heute.


Schlaglöcher haben kein Tempo.

Sie warten einfach.

Egal, wie sehr man es eilig hat.

Und erinnern einen daran,

dass Geschwindigkeit

keine Abkürzung ist.


Man erkennt

den richtigen Rhythmus daran,

dass nichts klappert.

Weder im Auto

noch im Kopf.

Schlaglöcher widersprechen sofort.


Die Straße misst Zeit anders.

Nicht in Minuten,

sondern u.a in Einschlägen.

Je lauter es wird,

desto deutlicher die Botschaft.


Manche Schlaglöcher

fühlen sich an

wie kleine Lebensprüfungen.

Kurz.

Unnötig.

Und erstaunlich wirkungsvoll.


Die richtige Geschwindigkeit

steht in keinem Navi.

Sie hängt vom Wetter ab,

vom Bauch

und davon,

wie müde man gerade ist.


Wer immer rennt,

kommt außer Atem (an).

Wer immer bleibt,

kommt nirgends an.


Grenzen kommen in vielen Formen:

als Schlagbaum,

als Gedanke,

als letzter Atemzug.

Manche öffnen sich,

wenn man wartet,

oder das richtige Tempo hat

andere erinnern uns daran,

dass Zeit die einzige Richtung ist.



 
 
 

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