Entscheidungskraft
- Malik (Künstlername)

- Mar 10
- 2 min read

Gefangen und doch frei
(oder andersrum
frei und doch gefangen)
Was macht man mit Erfahrungen?
Straßen führen weit.
Grenzen verschwinden im Rückspiegel.
Doch manches reist mit.
Unsichtbare Linien
zwischen dem, was erlaubt ist
und dem, was möglich wäre.
Man fährt weiter.
Land für Land.
Und irgendwann fällt auf:
Das System reist schneller.
Es wartet schon.
Eine Krake ohne Meer.
Ihre Arme reichen weit.
Steuern. Vorschriften. Genehmigungen.
Sauber formuliert.
Fest verzurrt.
Stellschrauben.
Und doch bleibt etwas offen
Der eigene Weg.
Der Gedanke.
Er gehört niemandem.
Nur dem Moment.
Und manchmal wirkt es,
das Drumherum.
Manchmal
als wäre etwas leiser geworden.
Empathie. Wo ist sie? Für alles!
Zuhören?
Der Blick füreinander?
Gedanken werden mit Konsum gefüttert.
Nachrichten.
Meinungen.
Künstliches.
Wiederholt,
bis sie sich anfühlen wie eigene.
Die Stimmen werden härter.
Die Fronten klarer.
Menschen stehen sich gegenüber,
als wären sie Gegner.
Was sind wir eigentlich?
Nur Zahnräder
in einem großen System?
Oder etwas anderes.
Vielleicht Energie.
Ein Licht,
einzigartig in jedem Menschen.
Voll von Talent,
Fähigkeiten,
Ideen,
Zauber,
mehr als wir erahnen,
beschreiben können.
Jemals.
Etwas,
das wachsen will.
Sich entfalten.
Grenzen sprengen.
Und manchmal wirkt es,
als würde genau das
klein gehalten.
Gedanken gelenkt.
Menschen getrennt.
Entscheidungskraft geschwächt.
Vielleicht..
Doch unterwegs
blitzt dieses Licht immer wieder auf. Oft spürt man das
gerade in armen Ländern.
Ein Lächeln an der Tankstelle.
Hilfe auf einem Parkplatz.
Ein Gespräch ohne Sprache.
Ein Geschenk ohne Erwartungen.
Kleine Momente
zwischen Fremden.
Sie erinnern daran,
dass der Kern noch da ist.
Gefangen im System.
Frei im Kern.
Und dieser Kern
trägt mehr Licht,
als jedes System
je festhalten kann.
Straßen sind wie Entscheidungen.
Manche kreuzen.
Manche glatt.
Manche voller Schlaglöcher.
Manche enden an Grenzen.
Doch irgendwo
gibt es immer
eine kleine Spur weiter.
Oft auch sehr spontan.
Und wenn man dem folgt,
was innen leuchtet,
fühlt sich selbst
ein holpriger Weg
plötzlich richtig an.
Ich suche den Weg nicht mehr
er schreibt sich selbst
im Jetzt


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